Entoloma cetratum (Fries) Moser

Fundort: Sachsen, 01936 Grüngräbchen, MTB 4649/2/24/241 30.10.2022

Begleitvegetation: Pinus sylvestris, verschiedene Gräser


Beschreibung

Makroskopisch

Hut: Huthaut Gelb bis gelbraun, kahl, hygrophan, Hutrand deutlich durchscheinend gerieft, Lamellen frei bis schwach angeheftet, jung grauweiß und im Alter durch Sporenmasse rosagrau.

Stiel: Zentral beigebraun, gelbbraun und stark silbrig überfasert. Das Basalmycel ist Weiß.

Fleisch: Weißlich. Stielfleisch faserig.

Geruch: unbedeutend bis schwach mehlig

Mikroskopisch

Sporen heterodiametrisch

(9.2) 10.2 – 11.9 (12.2) × (6.5) 7.4 – 8 (8.4) µm
Q = (1.3) 1.33 – 1.57 (1.6) ; N = 10
Me = 11 × 7.6 µm ; Qe = 1.4

Zystiden: fehlend, Lamellenschneide fertil

Basidien: 2-Sporig ohne Schnallen

Hutdeckschicht: Hyphen ohne Schnallen, eine dünne Cutis mit bis zu 10µm breiten Hyphen. Subcutis bestehend aus aufgeblasenen Zellen, Pigment ausschließlich intrazellulär.

Bemerkungen: Als Verwechslungsarten kommen hier nur 2 Arten in Frage, welche ebenfalls 2-Sporige Basidien besitzen, dass wären zum einen Entoloma cuspidiferum mit vorhanden Schnallen und mehr braunem konischem Hut und zum anderen Entoloma acidophilum mit inkrustierter Hutdeckschicht und Sporen im Schnitt kleiner als 10 µm.

Literatur:

M. E. Noordeloos Entoloma s.l. Supplement 1 2022 S. 52; 359-398

Lepista irina (Fr.) H.E. Bigelow

Fundort: Sachsen, 02747 Herrnhut, MTB 5048 4/43 18.09.2021

Begleitvegetation: Tilia platyphyllos, Wiese

Beschreibung

Makroskopisch

Hut: Huthaut Weiß, weiß-bräunlich, Rand gerippt und eingerollt, Hut dickfleischig anfangs mit schwachem Buckel, später verflacht bis schwach trichterförmig, Lamellen ausgebuchtet angewachsen anfangs weiß später rosagrau, mit Zahn herablaufend.

Stiel: Zentral weiß bis weißbräunlich, längsfaserig, voll, Stielbasis mit weißem Basalmyzel.

Fleisch: Weißlich. Stielfleisch faserig.

Geruch: stark parfümiert und/oder nach Veilchenwurzeln.

Wachstum: Einzeln bis in Hexenringen, niemals büschelig!

Mikroskopisch

Sporenwarzig bis fast kahl, cyanophil

(5.7) 6.2 – 6.9 (7.3) × (3.9) 4 – 5 (5.2) µm
Q = (1.3) 1.4 – 1.5 (1.6) ; N = 14
Me = 6.6 × 4.5 µm ; Qe = 1.4

Basidien: 4-Sporig

Hutdeckschicht: Hyphen mit Schnallen, eine Cutis.

Bemerkungen: Die Bestimmung nach äußeren Merkmalen ist zielführend, wenn man auf Geruch und Wachstumseigenschaften achtet. Eine Sehr ähnliche Art ist Lepista subconnexa, welche aber ausschließlich büschelig wächst und kleinere Sporen besitzt. Ein Problem bei der Bestimmung des hier vorliegenden Materials war, dass Beide gefundenen Fruchtkörper, trotz Sporenabwurfpräperates unterschiedliche Sporengrößen aufwiesen. Die Sporen des einen Fruchtkörpers waren wesentlich zu Klein ( (5.1) 5.2 – 5.7 (6) × (3.3) 3.5 – 3.8 (3.9) µm ) Während die des anderen Fruchtkörpers zwar an der unteren Grenze, aber im Bereich der Größe von Lepista irina lagen. Andere ähnliche Arten wären Lepista densifolia, deren Fruchtkörper rotentfärbt sowie helle Exemplare von Lepista glaucocana, welche aber immer einen Blau bzw. Violettstich besitzen. Andere ähnliche Arten unterscheiden sich durch fehlenden bzw. gänzlich anderen Geruch.

Literatur:

E. Ludwig Pilzkompendium Bd. I S. 246-247
M. Christensen u. G. Gulden Funga Nordica Lepista.
F. Gröger Bestimmungsschlüssel für Blätterpilze Teil 1